Monats-Archiv für März 2005

Transparenter Desktop

Die Idee eines transparenten Bildschirms von w00ki fand ich so geil, da musste ich gleich selbst mitmachen (click auf’s Bild zeigt eine größere Version):

Powerbook mit Durchblickdesktop

Weitere Beispiele gibt’s es in dieser Flickr Group (eigentlich mag ich kein flickr, aber manchmal muss man über seinen Schatten springen) oder bei MacBidoullie. Dort kann man seine eigenen Versionen auch einreichen.


Mixtape #6

Mercedes Benz hat das Mixtape Nummer 6 im Angebot. Die ersten Songs klingen, nett. Durchgehört habe ich es noch nicht.


Es brennt

Nicht bei mir, aber drei Häuser weiter. Als ich eben vom Arzt komme und die Wohnung am Lüften bin, denke ich mir: verdammt neblig draussen. Kurze Zeit später habe ich den Nebel auch schon in der Bude (und jetzt rieche ich es auch). Draussen Sirenengetöse ohne Ende, ein Blick aus dem Fenster schafft Klarheit. Drei Häuser weiter gibt’s einen heftigen Wohnungsbrand. Da die Feuerwehr nur ein paar hundert Meter entfernt ist, scheint sie mit allem anzurücken, was sie so im Fuhrpark hat.

Wohnungsbrand

Was man so alles erlebt, wenn man krankgeschrieben zu Hause festhängt. Ich meine, «erleben» klingt zwar hier mächtig nach Spannung (die ich nicht so empfunden habe), aber nach den Schaulustgen zu urteilen, ist so ein Feuerwehraufgebot schon eine echte Show. Was genau passiert ist weiß ich nicht.

Nachtrag:

Die Pressestelle der Polizei Kiel schreibt:
Kiel (ots) – Eine junge Frau hat am Mittwochmorgen bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Gaarden eine Rauchvergiftung erlitten. Die Brandursache ist zur Zeit noch unklar.
Ganze Meldung


HG Francis im OK

Kiel hat einen eigenen Fernsehsender: KielTV. Nicht weiter erwähnenswert, viele Städte haben einen offenen Kanal, ein Bürgerfernsehen oder wie man auch immer man das nennen darf. KielTV hängt qualitativ allerdings mächtig durch – da möchte ich gar nicht weiter drüber schimpfen, schliesslich muss ich das nicht gucken. Ausserdem könnte ich, wenn es mich zu sehr stört, selbst mitmachen und versuchen es besser hinzukriegen.

Auf meiner Kanalbelegung ganz hinten gelegen, stolpere ich nur selten über den Sender. Meist ist eh nur ein Testbild mit dem Radioprogramm von KielFM zu sehen. Eben jedoch habe ich länger zugeschaut, bei der alten Aufzeichnung «Kiel TV-Bühne: It’s talktime / Talkshow aus dem Theater Itzehoe am 18.12.1998».
Auf einer Bühne stehen drei Sofas. Jeweils aussen sitzt ein Moderator, in der Mitte der Gesprächspartner. Das sieht für sich schon recht schäbig aus, da die Sofas farblich dermassen daneben sind. Die Sitzfläche: weiße Sterne auf blauem Grund, der Rest rotgestreift auf weißem Grund. Das klingt zwar schwer nach den Farben der US-Flagge, erinnert beim Blick auf den TV-Schirm aber kein bisschen daran. Durch die breite Sitzflächen sitzen die Moderatoren schwer nach vorne gebeugt und in Richtung Gast .. ich merke ich schweife ab.

An den Gast beim Hereinzappen kann ich mich gar nicht erinnern, denn nach kurzer Zeit wurde HG Francis begrüsst. Wegen ihm bin ich hängegeblieben, denn HG Francis ist zumindest mir ein Begriff. Ohne mich darauf vorbereitet zu haben. Den Moderatoren war dieser Mann jedoch wohl völlig unbekannt. Auf ihren Vorbereitungszetteln waren zwar Biographie-Daten, aber die halfen nicht so recht weiter. Nach einem unbeholfenen Anfang bei dem klar wurde, dass Hans Gerhard Franciskowsy aus Itzehoe stammt und in Hamburg studiert hat, platzte die Bombe: er wurde Schriftsteller. Wow.

Moderator: «Und das machen sie hauptberuflich? Kann man denn davon leben?»
HG Francis: «Ja.» (schmunzelt)

Hallo? Der Mann ist ein bekannter Science-Fiction-Autor und hat über zweihundert Perry Rhodan-Folgen geschrieben und an die hundert goldene Schallplatten für seine Hörspiele bekommen. Zugegeben, die Anzahl seiner Hefte und die goldenen Schallplatten habe ich nachgeschlagen, aber hey – wenn man einen Gast erwartet bereitet man sich doch vor. Oder bin ich der einzige, dem es bei den Erinnerungen an «Die Nacht der Todes-Ratte» aus seiner Grusel-Serie wieder kalt den Rückern runterläuft?

Logo der Gruselreihe HG Francis

HG Francis hat die Talkrunde jedoch hervorragend gemeistert. Der Mann kann einfach glänzend erzählen. Als der Jüngere der beiden Moderatoren erkannte, wen er neben sich sitzen hatte, erinnerte er sich auf einmal, dass der Name auch auf seinen ???-Kassetten stand. Er erkannte, welche Menge an Werken unter dem Pseudonym HG Francis erschienen sind.

Moderartor: «Wann machen sie mal Pause?»
HG Francis: «Wenn meine Frau mich zum Kaffee ruft.«

Die Fragen erschöpften sich dann doch recht schnell und es entstand eine Pause.

HG Francis: «Ihnen fällt nix mehr ein? Ich darf also zu meinem Bier zurückkehren? Danke.»


Vernupft aber heile nurück

Nach zwei Wochen Trier bin ich wieder zurück in Kiel. Leider habe ich als Mitbringsel – neben 102 Flaschen Wein – eine fiese Erkältung mitgebracht. Die Nase wird mittlerweile freier, aber der Kopf brummt weiterhin.
Auf einer langen Autobahnfahrt gehen einem schon eine Menge Sachen durch den Kopf, erst Recht wenn man das Gefühl hat, die meiste Zeit im Stau zu stehen.

Hätte ich direkt nach der Heimfahrt geschrieben, wäre es warhscheinlich in einem Rant über schlechte Fahrer auf Autobahnen geendet. Das möchte ich euch ersparen. Was mich aber viel mehr beschäftigt: seltsamerweise kenne ich ausschliesslich Menschen, die über andere Autofahrer schimpfen. Ich bin jemand, der eigentlich sehr defensiv fährt und still hinterm Lenker sitzt und äusserst selten rummeckert sondern eher still in sich hin grummelt. Aber denken andere Autofahrer auch so mies über mich? Und was bringen eigentlich diese Aufkleber auf manchen Fahrzeugen á la «Wie ist mein Fahrstil» mit einer Telefonnummer dahinter?

Als zweites ging mir durch den Kopf, welch seltsames Volk Handwerker doch sind. Beim Hausbau meines Bruders konnte ich das nun das erste mal in Realität erleben. Mein Bruder kauft ein schlüsselfertiges Haus und führt nur die Malerarbeiten selbst aus. D.h. die Koordination der Handwerker obliegt nicht ihm, sondern dem Bauleiter. Aber dieses Gejammer und Gemecker zwischen den Handwerkern bekommt man doch mit. Ständig kann irgendeiner nicht weiterarbeiten, weil er auf die Arbeiten des anderen angewiesen ist. Dass diese Koordination nicht einfach ist, ist auch mir klar. Aber dieses Gemecker gegebenüber dem Bauherrn, der ja letztendlich der Kunde ist .. seltsam. Der Fliessenleger meckert über den Trockenlegerausbauer, der Trockenlegerausbauer über den Elektriker und wenn zwei von denen zusammen stehen wird auf den Dachdecker geschimpft. Dazu muss man teils tagelang bangen, ob ein bestimmter Handwerker überhaupt kommt. Und wenn er kommt, ob er auch wie zugesichert zu dritt auftaucht oder doch alleine herumwerkelt.

Nicht verschweigen möchte ich allerdings, dass alle Handwerker blitzsaubere Arbeit abgeliefert haben und nach dem ersten Kennenlernen äussert freundlich und hilfbereit waren. Aber Hut ab vor allen, die ein Haus in Eigenregie mit Handwerkern bauen und ansonsten nichts mit Hausbau zu tun haben.

Edit: Trockenleger hat einer auf dem Bau ständig gesagt. Hab mich die ganze Zeit drüber lustig gemacht – und schreibe es jetzt selbst so. Hmpf.


Say Hello to ipfw

Peter Hickman erklärt auf macdevcenter.com die eingebaute Firewall von Mac OS X. Eine prima Einführung und definitiv lesenswert:

What I’m going to do in this article is explore ipfw to see how I can use it to better secure my Macintosh and learn something of the threats that assail our computers every day.


Feuchter Bau

Im Moment ist Warten angesagt. Der Neubau meines Bruders ist noch zu feucht um mit den Arbeiten wie Streichen oder Tapezieren fortzufahren. Mit mittlerweile drei Industrie-Entfeuchtern versuchen wir etwas Zeit zu schinden – aber den Prozess der Trocknung kann man leider nicht grenzenlos beschleunigen. Und man sollte es auch nicht. Dem Material Zeit geben, ist das einzig richtige. Das sagen auch alle Handwerker vor Ort. Das Problem ist: wir haben keine Zeit.

Was wir mittlerweile gelernt haben: flüssige Rauhfaser ist der Hit. Damit spart man ohne Ende Zeit, da man Tapezieren und Streichen gleich in einem hat. Warum ist da bisher eigentlich noch nie einer drauf gekommen? Ich meine, es ist normale Farbe mit Dreck drinne, mehr nicht. Klar, man sieht einen Unterschied zu tapezierter Rauhfaser. Die Knübbelchen sind nicht so gleichmässig verteilt (wenn man nicht aufpasst und/oder zu zweit mit unterschiedlichen Rollen arbeitet), dafür hat man keine Nähte zwischen den Bahnen. Perfekt für Decken und für’s Treppenhaus, wenn Tapezieren schnell zur Fummelei wird und in Flucherei (und Kleister im Gesicht) endet.

Das Wochenendprogramm sieht also eher so aus: Ausschlafen, lange Frühstücken (auch wenn das eher mein Ding als das meiner Eltern ist), mit Papa ins Kino gehen («Hich», wir haben uns gut unterhalten gefühlt), iLife 05 den Eltern näher bringen und abends mit ihnen den dt. Vorentscheid «Germany 12 Points» zum European Song Contest gucken. BTW, früher hieß das Ding doch «Grand Prix Eurovision de la Chanson», oder?
Fehlt irgendwie nur noch die Frage, ob ich die Hausaufgaben für Montag schon gemacht habe :-)