Monats-Archiv für Mai 2005

Professionelle Zahnreinigung

Nachdem mich mein Zahnarzt beim Routinecheck letzte Woche mit den Worten «Wir sehen uns nächstes Jahr wieder» beglückt hat, habe ich mir dann doch noch die «professionelle Zahnreinigung» andrehen lassen. Schlappe 28 Euro kostet der salzig-zitronige Spaß. Brrr.

Erst hat man das Gefühl, mit einem meersalzigem Hochdruckreiniger bearbeitet zu werden, dann kommt der quietschig-vibrierende Zahnsteinentferner (Gottseidank sehr wenig). Das Polieren ist dann schon fast wieder angenehm. Den Gong gibt es jedoch nach dem letzten Schritt, dem Auftragen eines zahnsteinvorbeugenden Gels (wohl sowas wie Elmex Gelee):
«.. und in den nächsten zwei bis drei Stunden bitte nichts essen oder stark färbendes trinken.»

Jetzt sitze ich hier mit knurrendem Magen und Mineralwasser. Hätte ich doch bloss vorher was gegessen.


Mixed Tape 7

Es gibt ein neues Mixed Tape von Mercedes Benz: Volume 7.


Saufen bis zum Umfallen

In unserer Abteilung wird zur Zeit gesoffen wie nie. Wasser natürlich. Dem aktuellen Trend folgend, sitzen alle mit einer Flasche Wasser am Arbeitsplatz. Nach den ersten Bemerkungen, dass einige Kollegen den halben Tag zur Toilette rennen müssen, geht es beim Vergleich der Mengen langsam drunter und drüber.
Da ist von Mengen bis zu sechs Litern am Tag die Rede. Oder vom Vorlieben für die 2-Liter-Flasche mit Henkel. *Rülps*
Ich habe eher Mengen von 1,5-2 Litern im Kopf und bei heftigem Sport auch gerne mal 1 Liter pro Stunde. Mir scheint, das wurden die Begriffe «Flüssigkeitszufuhr» und «Trinkmenge» etwas durcheinander gebracht.

Also habe ich mich im Netz ein wenig umgeschaut und siehe da, mehr als drei Liter empfiehlt kaum jemand, die meisten visieren eher zwei an. Wichtig ist viel mehr, verteilt über den Tag zu trinken, ein Ausgleich am Abend brint dagegen wenig.

Ich muss mir mir mit meiner niedlichen Liter-Falsche «Gerolstein Medium» doch nicht erbärmlich vorkommen und Angst haben, so mir nichts dir nichts am Arbeitsplatz zu verdursten.

Linksammlung zum Thema «richtige Trinkmenge»:
http://www.medinfo.de/…

Forumsdiskussion, ob zuviel Wasser schädlich sein kann:
http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewtopic.php?t=381&…

Podcast mit der gleichen Fragestellung:
http://www.audibleblog.de/…

Zwar über «Magen und Darm», aber nicht minder interessant:
http://www.quarks.de/reise_magen_darm/…

Die WHO empfiehlt ca. 2 Liter am Tag (Bericht über «Bottled drinking water»):
http://www.who.int/…


Unser Dorf soll schöner werden

KRAWUMM. Sogar ein ziemliches lautes Krawumm. Dann Stille, dann Klatschen, dann Staub. Kurz gesagt lässt sich eine Haussprengung so zusammenfassen.
In Kiel Wellingdorf wurde vor einer Stunde ein vierzig Jahre altes Hochhaus gesprengt. Per Zufall habe ich heute morgen noch davon gelesen. Da ich eh noch Brötchen für’s Frühstück besorgen musste und an einem Sonntag Morgen eh nicht so viel vor habe (dank meiner Siemensbox bleibt mein Sonntagmorgenritual mit «Kopfball» und «Sendung mit der Maus» unangetastet), bin ich mit dem Rad hin und habe mir das «Spektakel» angeschaut.

Vor der Sprengung

Staubwolke nach der Sprengung

So eine Sprengung kennt man ja sonst nur aus dem TV. Und so fehlt einem nach dem (unerwartet) schnellen Zusammenfall des Hauses tatsächlich die Wiederholung in Zeitlupe. Man mag gar nicht glauben wie flott das geht und steht erst mal verduzt da. Dann wird man aber recht schnell wieder vom Klatschen um einen rum wieder in die Wirklichkeit geholt. Ja, der Pilot hat eine tolle Landung hingelegt, oder wie?


Mac mini mit Akku

Wie baue ich in einen Mac mini einen Akku ein, damit er zwei Stunden mit Debian ohne Stromzufuhr läuft? Die bebilderte Antwort gibt Silas Bennett:
http://www.home.earthlink.net/~silasb/macbat/


Neulich vor der Post

UPS Wagen vor der Post

Wußte ich ich’s doch: Die stecken alle unter einer Decke.


Internetflatrate via WAP

Tim erklärt in seinem Blog, wie er die WAP-Flatrate von O2 nutzte, um im Krankenhaus ins Internet zu kommen (und somit überleben konnte). Kurzfassung: Über einen eigenen Proxy den eigenen Traffic “verwappen”.
Clever.


Biorhythmus Reset

Vom Winterschlaf gleich hinein in die Frühjahrsmüdigkeit. Irgendwie komme ich in letzter Zeit gar nicht mehr so richtig aus dem Quark und kann mich kaum zu was aufraffen, wenn ich es auch verschieben könnte.
Nachmittags müde, abends wieder fit. Weil man dann spät ins Bett kommt, ist man am nächsten Morgen wieder wie totgeschlagen. Um diesem Zyklus ein Ende zu bereiten, resette ich meinen Rhythmus gerade: eine Nacht ausfallen lassen um dann die nächste Nacht einmal tief, fest und lange auszuschlafen.

Heute habe ich mir eh frei genommen, da ich morgen den Firmenservern ein Update verpasse. So habe ich heute morgen um 8.00 Uhr den Berg von Geschirr abgewaschen und die Wohnung grundgereinigt. Danach hat die Deutsche Bank endlich den finalen Todesstoß bekommen, indem ich meine letzten Konten dort gekündigt habe. So nett und süß, wie ich diesmal dort bedient wurde, hätte man sich den Wechsel zu einer anderen Bank gleich noch mal überlegen können..

Unerwartet war auf einem der Konten noch ein gewisses Guthaben drauf. Das und die strahlende Sonne können einen wirklich glücklich machen.

Nächster Tagesordnungspunkt war der Umtausch eines defekten Headsets bei Yuka-IT. Das Headset war mit neun Euro mehr als billig und ich habe eh nix dolles erwartet, aber das Mikro funktionierte leider von Anfang an nicht. Ein Austausch war leider nicht möglich (weil sie das Teil nicht noch einmal hatten) und ich war recht unschlüssig, ob ich mir nun ein besseres kaufe oder es erstmal ganz sein lasse. Da erblicke ich in einer Glasvitrine eine iSight. Der Preis war mehr als ok, ich hatte das passende Geld in der Tasche und die neun Euro konnten wir so gleich verrechnen. Perfekter Deal.

Konnte das Glücksgefühl vom Morgen tatsächlich gesteigert werden? In der Tat, es konnte. Volle Pulle Serotonin. Erst jetzt merke ich langsam, wie der Akku alle geht und das Melatonin überhand nimmt. Gute Nacht.


Der Finder in Tiger

An jeder Ecke liest man zur Zeit etwas über Apples neues Betriebssystem Tiger. Die meisten Neuerungen kennt man wohl schon, wenn man Tiger nicht mal selbst installiert hat.
Ich habe mal die Veränderungen im Finder zusammengefasst, die mir aufgefallen sind, von denen ich aber bisher noch nichts gelesen habe.

Keine Iconverschiebung beim Sichern
Ein Verhalten des Finders, das mich echt genervt hat: öffnet man ein Dokument, das auf dem Schreibtisch liegt, ändert etwas und sichert es wieder, liegt es an einer anderen Position (der nächsten logischen von rechts oben gesehen). Sichert man das Dokument erneut, ändert sich die Position wieder… Dieses Springen von Icons ist endlich getilgt.

Für die, die nicht wissen was ich meine, habe ich unter OS X 10.3.9 einen kleinen Film (340 KB) aufgezeichnet. Für User mit Quicktime 7 (z.B. alle Tiger-Benutzer) gibt es eine Version in H.264 (316 KB). Der neue Codec ist echt klasse.

Übernehmen von Dokumentennamen per Drag & Drop
Man kann jetzt auch Dokumentnamen in den geschlossenen Sichern-Dialog ziehen (der Modus, in dem man nur ein Aufklappmenü mit definierten Ordnern hat). Einfach eine Datei per Drag & Drop auf den zu sichernenden Namen ziehen.

Informationsfenster für mehrere Dokumente
Hat man mehrere Objekte markiert und wählt Ablage>Information (oder Apfel-I) werden nun wie zu OS 9-Zeiten einzelne Fenster für jedes Objekt geöffnet. Ein Verhalten analog zu OS X 10.3 erreicht man über die Tastenkombi Apfel-Alt-I. Der Inhalt dieses Informationsfenster zeigt immer die Informationen zu der aktuellen Auswahl an (und somit auch für mehrere Objekte gleichzeitig).
Ebenfalls neu: Das Info-Fenster ist in der Größe veränderbar.

Screenshots als PNG
Gehört zwar streng genommen nicht zum Finder, aber immerhin landen Bildschirmfotos auf dem Schreibtisch… Das Format ist statt PDF nun PNG. Ich denke, dass ist auch das passende Format. Keine Verluste, trotzdem komprimiert. Schicker wäre natürlich, wenn man irgendwo die Wahl hätte, welches Format genutzt wird. Wenn ich mich recht erinnere, konnte man das sogar in einer der ersten Versionen von OS X.

Zoom-Funktion in Fenstern
Einer der Vorteile des Mac OS gegenüber anderen Betriebsystem ist der Zoombutton in Fenstern. Die meisten User sind sich dessen nicht bewusst.
Was ist gemeint?
Der Zoombutton (das ist der grüne) passt das Fenster dem Inhalt hat und vergrössert oder verkleinert es dementsprechend. Im Finder ist ja relativ klar, wir groß ein Fenster sein muss, damit alles hineinpasst (im Gegensatz z.b. zu einem Fenster in Safari).
OS X 10.3 hatte jedoch einen Bug, der die Seitenleiste nicht berücksichtigt hat und dadurch fehlte in der Breite ein Bereich, der genau so breit war wie der Seitenhalter. Das es genau dieser Bereich ist, konnte man sehr schön erkennen, wenn man die Seitenleiste ausschaltet (der weiße Button rechts oben im Fenster) und dann den Zoombutton drückt. Dann klappte es nämlich wie gewünscht.
Dieser Bug ist nun behoben.

Schnellere Aktualisierung
Ordner mit sehr vielen Objekten haben früher oft eine ganze Weile gebraucht, bis sie angezeigt wurden. Das geht nun wesentlich flotter. Eben habe ich es mit einem Ordner mit über 900 Objekten ausprobiert: vom Öffnen des Ordners bis zur Anzeige vergeht keine Sekunde.
Ich hoffe, dass setzt sich auch im Netzwerk so fort, denn da nervt es am meisten und war bisher eine echte Blamage (vor allem wenn nebenan noch ein alter Rechner mit OS 9 stand).

Kontextmenü Drucken
In OS 9 konnte zu einem Dokument im Finder den Menübefehl Ablage>Drucken gewählt werden. Das Dokument wurde im passenden Programm geöffnet und der Druckdialog wurde gezeigt.
Dies ist nun über das Kontextmenü “Drucken” erreichbar. Ein Druckdialog wird jedoch nicht gezeigt, sondern gleich losgedruckt.

Webdav vie HTTPS
Über den Finder kann man nun Webdav-Server auch über HTTPS und nicht nur über HTTP erreichen. Funktioniert soweit gut. Der Verlaufsbalken im Kopierfenster ist jedoch ein Witz, da er sofort auf ca. 95% rast und egal wie viel noch zu übertragen ist, eine Restzeit von zehn Sekunden anzeigt. Was Spotlight mit gemounteten Webdav-Volumes macht ist mir noch nicht ganz klar, astrein ist es auf jeden Fall noch nicht. Auch das Verhalten mit selbst erstellen Zertifikaten ist noch verbesserungswürdig.

Vorschau bremst nicht mehr
Bisher hatte ich die Vorschau in der 3-Spalten-Ansicht immer ausgeschaltet. Clickte man nämlich auf ein Objekt (z.B. ein kompliziertes PDF oder einen großen Film), stockte der Finder solange, bis er die Vorschau anzeigt. Gerade auf “älteren” Rechnern verging einem so schnell die Lust.
In OS X 10.4 kann man nun weiterarbeiten, auch wenn die Vorschau noch nicht angezeigt wurde.

Puh, die Liste ist doch länger geworden als gedacht. Dabei habe ich noch nicht mal alle Veränderungen in den Menüs mit aufgenommen, sondern nur aufgelistet, was mir wirklich beim reinen Arbeiten aufgefallen ist.
Alles in allem, wird OS X langsam immer ausgereifter und einige nervige Bugs oder Verhaltensweisen sind verschwunden.

Wo man überall was zu Tiger lesen kann, hat Leo zusammengefasst.


Festplattenreceiver – Die Entscheidung

Die Entscheidung ist gefallen und wird wohl wohl geliefert: es ist ein Siemens Gigaset M740AV geworden.
Bei der Investition in eine neue exteren Festplatte am Freitag hatte ich schon im Kopf, die Gigaset-Kiste anzuschliessen.
In Kürze: Was ist das für eine Gerät? ein DVB-T Receiver mit zwei Tunern, an den man eine Festplatte via USB hängen kann und der zusätzlich einen Netzwerk-Anschluss bietet. WLAN soll man der Kiste auch beibringen können, aber das ist ‘ne Geschichte, die man später noch ausprobieren kann.
Zwar nicht so gut wie das Topfield-Forum, aber immerhin es gibt einen Fleck, wo man bei Problemen nachfragen kann: www.m740.de.

So, ihre Haralde, Polyluxe, Zapps, Nanos und Quarks & Cos, ihr entgeht mir nicht mehr.


Pimp my Blog II

Einfach nur, weil ich das immer schon mal haben wollte:
Im RSS- und Atom-Feed ist nun unter dem Inhalt vermerkt, ob und wieviele Kommentare es schon gibt. So hat man eigentlich beide Feeds – den normalen für den Content und den separaten für die Kommentare – in einem.
Grundsätzlich finde ich, gehören in einem Blog Einträge und Kommentare immer zusammen, und so ist es jetzt ein gutes Stück mehr zusammengewachsen.


Samstagsprogramm

Der TNT-Fahrer hat mich gestern im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Bett geholt: um zehn nach neun war er schon da. Angekündigt war er zwischen zehn und elf – und irgendwie habe ich ihn eher später noch erwartet. Aber schimpfen möchte ich über so einen Weckdienst nicht :)

Nun, eine Bilderserie der Auspackzeremonie gibt es nicht, und den TNT-Lieferwagen habe ich auch nicht fotografiert.
Nur soviel: lecker, lecker ist das alles. 10.4 macht sehr viel Spaß. Mit Dashboard werde ich mich schnell anfreunden (oder habe es bereits), Spotlight ist im ersten Augenblick noch ein wenig zickig. Funktioniert zwar, aber in den Einstellungsmöglichkeiten ist man noch zu beschränkt. Ansonsten sind es vor allem viele Kleinigkeiten, die mir Freude bereiten.

Da werde ich die nächsten Tage noch was von haben. Gestern gab’s nämlich erst mal ein anderes Tagesprogramm. Jan war da und wir haben angefangen, eine kleine Datenbank zu basteln. Die ist in der Firma für Stück vergessenes Archiv-Programm auf einem WIN98-Rechner gedacht. Auf dem Papier steht das Grundgerüst schon und ich habe (hoffentlich) genug gelernt, um die nächsten Schritte alleine zu probieren.
Gebastelt wird mit PHP und MySQL, auch wenn Uli das furchtbar findet. Aber in der Kombination kenne ich Menschen, die mir helfen können.

Nochmal: Danke, Jan.