Monats-Archiv für November 2005

Ihr Anruf kann nicht durchgestellt werden

Letzten Samstag habe ich in der Firma ein größeres Upgrade unserer Server vorgenommen. Heikel, da durch dieses System die komplette Produktion unserer Vorstufe gesteuert wird. Aber alles klappte wie am Schnürchen. Dachte ich. Denn leider wurde ein Problem, dass eigentlich schon seit Samstag bestand erst gestern abend um halb elf gemeldet, mitten hinein ins erste Einnicken im kuscheligen Bett. Per Fernwartung konnte ich zwar alles regeln – mein Biorhythmus ist nun allerdings völlig neben der Spur.

Richtig nervig war dabei aber, dass ich die Kollegen telefonisch nur schwer erreichen konnte. Ständig bekam ich ein «Ihr Anruf kann zur Zeit nicht durchgestellt werden. Bitte versuchen sie es später noch einmal.» Ich telefoniere im Moment ausschliesslich aus meiner o2-Homezone, da mein Schnurlostelefon nach dreizehn Jahren vor ein paar Wochen den Dienst einstellte. So ein Ausfall bei o2 ist mir bisher aber noch nicht untergekommen. Kennt jemand solch ein Gassenbesetzt?
Letzte Rettung war dann dann mein Zweittelefon: groß, schwer, schwarz und unverwüstlich.

Telefon W48

Ein Tischfernsprecher W48.
Vor Jahren haben meine damalige Freundin und ich damals gleich zwei auf einem Flohmarkt erstanden. Wie sich später zeigte, zu einem verdammt guten Preis von 20 DM für beide. Mit einem passenden TAE-Stecker liess sich prima damit telefonieren und es hatte natürlich etwas sehr romantisches, dass gleich beide mit dem gleichen alten Telefon sprachen. Gegen allzu ausufernde Gespräche half der 230g schwere Hörer, er reicht locker vom Scheitel bis zum Kinn.
Mein Apparat ist von 1961 und leider ist die Wählscheibe seit einem der Umzüge angeknackst. Aber jetzt, wo ich dank des ausführlichen wikipedia-Artikels weiß, was ich da genau vor mir habe, kann ich mich ja gleich auf die Suche machen.


Pixel verkaufen

Eine klasse Idee: um sein Studium zu finanzieren, verkauft der 21-jährige Alex Tew Pixel auf seiner eigens dafür geschaffenen Homepage www.milliondollarhomepage.com Pixel. Ein Pixel kostet einen Dollar und seit September hat er ganz im Ernst 700.000 Pixel verkauft.
Natürlich gibt es jetzt wohl eine ganze Menge Nachahmer, aber er hatte die Idee (die tatsächlich jeder hätte haben können) und dazu darf man ihn echt beglückwünschen.


Schneemalheur

Drei Flocken Schnee und beim durchschnittlichen Kieler Autofahrer setzt das Denken aus. Jedes Jahr. Immer wieder. Heute morgen wieder sehr schön zu beobachten. Die Straßen waren nass, ein wenig Schnee gab es maximal auf dem Bürgersteig, von Straßenglätte nichts zu spüren.
Und trotzdem quält sich alles über den Ostring, an der Kreuzung zur B76 ging dann erst mal gar nichts mehr. Alle fahren mitten rauf auf die Kreuzung bis es in keine Richtung mehr geht. Zwei Ampelphasen lang hatte ich ein Standbild vor Augen:

Stau auf der Kreuzung

Muss wohl ein Gendefekt hier im Norden sein. Die Diskussion Winterreifen ja/nein will ich gar nicht anfangen, spielte heute auch noch gar keine Rolle.


Vollgepacktes Wochenende

Nach einem vollgepacktem Wochenende fühle ich ein wenig ausgebrannt. Samstag kam ich nach einem elfstündigem Umzug erst gegen halb neun völlig fertig nach Hause. Zwei Umzüge an einem Tag (ein befreundetes Paar zog zusammen), vierter Stock, Altbau. Ich spüre es jetzt noch in den Knochen. Das war kurz vor der Aufgabe.

Umzüge – da helfe ich gerne .. aber beim vierten Sofaelement und dem vierzigsten Umzugskarton machten die ersten schlapp. Schwere Möbel töten nicht – aber Treppenstufen. Tipp für alle Umziehenden: besorgt euch genügend Helfer, dass ihr eine Kette bilden könnt und jeder nur ein Stockwerk schleppen muss. Das hat uns das Leben gerettet. Bei meinem letzten eigenen Umzug in den fünften Stock mussten wir auch eine Pause einlegen. Eigentlich habe ich wenig Mobiliar und auch sonst wenig Krempel .. und hatte wohl ein paar helfende Hände zu wenig eingeplant.

Gestern war ich in Lübeck und habe eine tolle, persönliche Stadtführung genossen. Verdammt nette Stadt, dieses Lübeck.
Das Bett, dass ich beim samstäglichen Umzug abgestaubt habe, habe ich soeben aufgebaut und habe das dumpfe Gefühl, mein Schlafzimmer will dringend mal umgestellt werden.

Morgen geht es beruflich nach Rendsburg, übermorgen nach Bielefeld. Die versprochene Anleitung zu einem transparentem Desktop wird also noch etwas nach hinten geschoben.


Zwanzig leere Paketwagen der Post aufgebrochen

POL-KI: 051117.1 Kiel::

Polizeidirektion Kiel [Pressemappe]
Kiel (ots) – Am vergangenen Wochenende waren Autoaufbrecher in Gaarden im Fuhrpark der Deutschen Post aktiv und haben dabei erheblichen Schaden angerichtet. Reiche Beute machten die Diebe allerdings nicht.

Oh Mann, bei dem zehnten Wagen muss einem doch irgendwann mal ein Licht aufgehen .. Weiterlesen.


Ech sen futti

Mein Bruder im TV. Ein Star. Als Trainer beim Luxemburger Projekt “Vun 0 op 42 – fit for marathon” betreut er eine Gruppe von von zehn Kandidaten, die sich auf den ING-Marathon am 27. Mai 2006 vorbereiten. Die Teilnehmer sind grösstenteils keine Sportler und werden seit dem 31. Oktober bis zum nächsten Frühjahr unter ärztlicher Betreuung fit gemacht um die gesamte Strecke zu schaffen.

RTL Télé Lëtzebuerg berichtet jeweils Montags in der Sendung Xplosiv über das Unternehmen. RTL hat neben dem Livestream (leider nur als WMV) auch ein Archiv, die letzte Sendung ist unter www.rtl.lu/tele/videoarchiv/.. zu finden. Das Interview mit Christoph gibt es nach ca. 5 Minuten.

Christoph im RTL-Interview

Den Ausschnitt habe ich selbst nochmal neu kodiert: Download Ausschnitt (MPEG4, h.264, 2,4MB)
Bei der Übersetzung der luxemburgischen Sprache (nebenbei ein sehr guter Wikipedia-Artikel) hilft leider auch der neue Translator auf dieser Seite nicht. Meinen Bruder sollte man aber immerhin verstehen :)

«Ech sen futti» bedeutet so viel wie «Ich bin am Ende».


Übersetzung, translation, traduction

Nachdem der Artikel “Transparenter Desktop, again” quer durch das Netz geisterte und mir Links auf rocketboom.com, slashcam.com bescherte und damit die Zugriffszahlen auf ungeahnte Höhen katapultierte,

Ausschnitt aus Zugriffsstatistik

habe ich eben auf die Schnelle eine automatische Übersetzung via babel.altavista.com eingebaut. Noch nicht optimal – aber erst mal so, dass es passt. Auch die Kommentare können übersetzt werden (das klappt leider mit einer manuellen Übersetzung via translate.google.de nicht).
Für alle Deutschsprachigen ist es zudem ein Spaß, die lustigen Übersetzungen zu lesen :)


Transparenter Desktop, again

Als ich bei macorama.net einen Artikel las (aufgeschnappt bei digg), in dem die Idee des transparenten Desktops wieder aufgegriffen wurde (allerdings als Fake), dachte ich mir: das krieg ich doch besser hin. Et voilá:Quicktime-Player mit Film Transparenter DesktopDownload als Quicktime, h.264, (1,3MB) oder MPEG-4 (3,2MB)Einen transparenten Desktop hatte ich schon im März gebaut (alter Artikel), angeregt durch die Flickr-Gruppe Transparent Screens. Damals jedoch nur als Bild. Das Video erforderte nun einiges mehr an Hirnschmalz.


Hausschuhe

Annik Rubens hat sie in ihrem Podcast Schlaflos in München in Folge 203 vorgestellt: Hausschuhe mit Beleuchtung. Damit man nachts nicht auf seine Katze tritt.

Jetzt habe ich zwar keine Katze, bin aber just in der Nacht davor über ein paar herumliegende Schuhe gestolpert (nein, Fotos von meinem blauen Zeh gibt es nicht zu sehen). Und weil ich so ein Verrückter bin, musste ich die natürlich gleich haben. Gestern kamen meine Leuchtpantoffel an:

Hausschuhe mit Lampe vor Powerbook

Sie funktioneren wie angepriesen: sie leuchten nur im Dunkeln und auch nur, wenn man mit ihnen herumläuft. Die Website brightfeetslippers.com hat ein Video, welches die Pantoffel näher erklärt.
Wie gesagt, ich weiss schon, dass ich verrückt bin.


Schreibrätsel

Ich liebe fehler10.com, heute ist der Fehler aber besonders knuffig:


Presentation Zen

Vor ein paar Wochen bin ich bei writersblocklive.com über einen Artikel zur Präsentation von Microsoft Live gestossen. Was Live genau ist, kann ich noch nicht mal genau sagen, spielt auch erst mal keine Rolle.
Mike Evangelist schrieb dort, dass die Dias (PowerPoint Slides) so dermassen schlecht seien, dass es es zum Himmel schreit. Und recht hat er. Wie eine so grosse Firma wie MS sich mit so etwas auf die Bühne traut ist wirklich bemerkenswert. Ich meine, bei nahezu 60.000 Mitarbeitern (Quelle: Wikipedia) muss doch einer wissen, wie man Präsentationen aufbaut. Wenn nicht, findet man bei Umsatzerlösen jenseits der 9 Mrd. Dollar (Quelle: finanzen.net) doch bestimmt auch extern jemanden, der einem hilft.

Die Keynotes von Apple begeistern dagegen seit ich sie kenne. Dieser Vergleich hat nichts mit den verwendeten Werkzeugen oder dem eigentlichen Inhalt zu tun. Schlechte Präsentationen kann man sowohl mit PowerPoint als auch mit Kenyote bauen, ob auf dem Mac oder unter Windows – alles völlig zweitrangig. Aber Apples Shows (und ja, zuweilen ist es eine Show, wie man aus Nichtigkeiten oder schlechten Zahlen ein Erlebnis zaubert) wirken wie aus einem Guss.
Mike Evangelist erzählt in seinem Blog (das ihm als Notizbuch für sein kommendes Buch “Jobs I’ve Known” dient) über die Hintergründe, was hinter den Kulissen einer Keynote passiert. Lesenswert.

Auf Presentation Zen kann man einen sehr netten Vergleich zwischen dem Präsentationsstil von Jobs und Gates und lesen.

Im letzten «Apple Special Event» vom Oktober 2005 zeigte Jobs ein Dia, dass seiner Meinung nach eindrucksvoll zeigt, was Apple ausmacht. Ein Vergleich der Fernbedienungen für Apples FrontRow und Microsofts Media Center:

Fernbedienungen: 43 gegen 6 Tasten

Im Stream dieses Events findet man es nach ca. 18 Minuten.

Abschliessend noch ein Link zu NerdTV, dort zitiert Andy Herzfeld (Macintosh Systemprogrammierer aus den ersten Tagen) Steve Jobs:
They just have no taste (2,68 MB).


MacGyver

Via macorama.net:

MacGyver
MacGyver” by —Jacob


Barbara Thompson

Vor ein paar Wochen wusste ich mit dem Namen noch gar nichts anzufangen. Aber dank Gela habe ich die Musik dieser grossartigen Saxophonistin kennengelernt. Ich höre gerne Jazz, bin aber kein Jazzkenner.
Gestern abend gastierte Barbara Thompson & Paraphernalia in der Halle400 (Programminfo). Es war der Auftakt ihrer Tour “Never Say Goodbye“. Und wow, was für einer. Die Combo, bestehend aus

Barbara Thompson, Sax
John Hiseman, Drums
Billy Thompson, Violin
Peter Lerner, Keyboards
Dave Ball, Bass

jagte mir eine Gänsehaut über den Körper. Ok, ich bin recht selten auf Konzerten zu finden. daher ist alleine das Live-Erlebnis schon etwas Besonderes. Aber gerade wenn man von Barbaras Parkinsonkrankheit weiß, ist es umso unglaublicher, was sie da auf der Bühne zaubert. Und nicht nur sie: das Zusammenspiel zwischen Barbara und dem Violinisten Billy war grandios. Aber hört’s euch am besten selbst an, des gibt ja noch genug Termine.
Ein dickes Dankeschön für die Karten, Gela.

Nachtrag: In den Kieler Nachrichten gab es einen Artikel zum Konzert:

KN-Artikel Barbara Thompson


Tatort: Tod vor Scharhörn

Als regelmässiger Neuwerk-Urlauber (InselT) habe ich den Tatort «Tod vor Scharhörn» bisher immer verpasst (Erstaustrahlung Januar 2001). Umso glücklicher bin ich, ihn diesmal rechtzeitig entdeckt zu haben:

N3, 5.11.05, 20:15 Uhr

Solange Manfred Krug und Charles Brauer nicht singen, mag ich das Duo ausgesprochen gerne.


Neuer Flipper im Sub, endlich

Yippieh! Im Subrosa steht seit gestern ein neuer Flipper: Ein Monster Bash von Williams. Noch ist die Kiste verdammt schnell, das wird sich aber sicher mit der Zeit geben, wenn er mal ein wenig eingespielt ist. Dann wird ihn auch bestimmt der Techniker von Duske schwieriger einstellen (Freispiel erst bei höheren Punktezahlen, sensiblerer Tilt und was weiss ich nicht noch alles).
Abgefahren auf jeden Fall, wie schnell Malte und André das Teil verstanden haben und die Highscores nach oben zwirbelten. Ich brauche da wohl etwas länger.

Wer wissen will, wie ein Flipper gebaut wird, sollte mal bei ThePinWitch vorsbeischauen, unter History/Pinball Expo gibt es einen reich bebilderten Bericht.