Weiterhin Stille in diesem Haus, nichts neues vom defekten Kraftbuch. Der Mann, dem ihr da draussen so fleissig die Daumen gedrückt habt und der sich nach eigenen Worten seine Drogen jetzt selbst kaufen könnte, hat nun einen eigenen Blog.
Nette Käsebrote, Josh. Heb’ es auf, vielleicht wird ja noch was daraus. :-)
Monats-Archiv für November 2004
Ja, es ist still hier geworden. Das hat auch einen Grund: mein Powerbook ist derzeit bei der Allianz und wird dort von «neutralen Experten» unter die Lupe genommen. Drückt mir die Daumen, dass sie zum gleichen Schluss wie ich kommen: her mit der Kohle. Von der Firma aus bloggen isnich (dies hier ist eine Ausnahme weil ich gerade eh auf den Farblaser warten muss).
Still ist es auch in meiner Wohnung. Mit dem nicht vorhanden Powerbook und dem ebenfalls versendeteten iPod fehlen mir gänzlich die Mittel zur Musikerzeugung (ausser selbst Singen oder Pfeifen). Also werden Bücher verschlungen, aktuell gerade «Die Bibel nach Biff». Wenn man sich durch die ersten zwanzig Seiten mal durchgekämpft hat, ist es sehr unterhaltsam. Das ich die frisch geschenkt bekommene DVD-Box «Timm Thaler» (alle Folgen!) nicht gucken kann nervt gewaltig.
Morgen nehme ich mir einen Tag frei (deshalb sitze ich auch jetzt noch in der 4ma um alles noch zu schaffen), grosser Waschtag ist angesagt. Sonst hab ich nämlich bald nix mehr zum Anziehen. Morgen Abend geht’s dann nach Göttingen. Katja besuchen und quatschen. Am Samstag dann (traditionelles) Chilli-Essen bei Ralf (lang nicht mehr gesehen).
Sonntag abend bin ich wieder im hohen Norden.
Mein Beitrag zum 11.11. (von dem man ja hier im Norden nicht wirklich was mitbekommt).
Ein Zitat von Konrad Beikircher, «das wichtigeste Grundgesetz der Welt»:
Artikel 1: Et iss wie et iss.
Artikel 2: Et küt wie et küt.
Artikel 3: Et hät noh immer jot jejangen.
Gleich in iCal eintragen: 14.03.2005, Hamburg, Alma Hoppes Lustspielhaus
Beim Suchen nach irgendwas im Netz, was ich mittlerweile wieder vergessen habe, bin ich auf eine Seite der AOK gestossen. Diese Seite eine Liste von Interviews mit Promis (von Jean Pütz über Ranga Yogeshwar, Christine Westermann hin zu Konrad Beikircher). So wie ich das verstanden habe, gibt es in jeder Monatszeitschrift der AOK einen Promi, der näher vorgestellt wird – und diese Interviews gehören wohl dazu. Fast ausnahmslos sind die Interviews ok und die Auswahl passte mir auch recht gut, etwa die Hälfte hab ich mir angesehen (jetzt fällt mir auch wieder ein, wonach ich gesucht habe: Annette Frier. Die finde ich nämlich klasse).
Beim Interview von Cordula Stratmann wurde ich jedoch stutzig, als ich die abgelaufene Zeit und den Titel des Interviews sah:

«Igniting the web» so prangt es auf der Website des Browsers Firefox (wenn nicht gerade eine Textseite wegen zu heftigem Traffic gezeigt wird).
Seit heute gibt es Firefox in der Version 1.0. Rundum glatt geschliffen und fertig für die Allgemeinheit. Ich nutze den Browser mittlerweile seit einem Jahr. Der Umstieg von Safari rührt nicht etwa daher, dass mir der Browser von Apple nicht zusagt, sondern eher daher, dass Firefox mit seinen Extensions (=Erweiterungen) einfach mehr bietet.
Nicht unbedingt, was man zum 08/15 Rumsurfen unbedingt braucht, aber beim Herumbasteln mit CSS und HTML hilfts ungemein (Extension Web Developer). Und selbst wenn einem einige Funktionen in Safari besser gefallen, kann man sie meist schnikulant anpassen (Tabbed Browsing).
Windows-User haben natürlich ganz andere Gründe, FF zu nutzen, nämlich den löchrigen Käse Internet Explorer eben _nicht_ zu benutzen (selbst das BSI rät zum Browserwechsel).
Die deutsche Firefox-Zeitungs-Aktion und ihr amerikanisches Vorbild zeigen was für eine mächtige Bewegung dahintersteckt. Es werden Spenden gesammelt um in Tageszeitungen ganzseite Anzeigen (die ja nicht gerade billig sind) zu schalten. Also Lohn für die Spende wird man in der Anzeige genannt. Ich bin jedoch gespannt, wie man das grafisch löst – bei aktuell über 2200 Spendern.
Zur Feier des 1.0-Release feiern die Entwickler in Californien eine Party und erzählen in einem fünfstündigen Quicktime-Stream ein wenig über ihr Softwarekind und beantworten Fragen, die ihnen im IRC-Chat (#airmozilla auf irc.mozilla.org) gestellt werden.
Zum Schluss noch zwei links zum Thema:
ZDF:heute hat einen netten Überblick, vor allem interessant für Nicht-Techniker und Menschen, die Firefox noch gar nicht kennen
http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/…
BILD.de (Achtung, Kaffee auf Seite stellen. Dieser Vergleich ist ein echter Brüller: IE gewinnt gegenüber FF wegen wirklich atemberaubender «Vorteile»)
http://www.bild.t-online.de/…
bei Lupin. Auf seinen Fotos ist schon Schnee zu erkennen. Und hier? Kieler Wetter as usual.
Es wird Winter: der Regen wird kälter.
Das El Sol in Göttingen habe ich vor allem deshalb in Erinnerung, weil es an einem Irrglauben (an dem ich lange festhielt) schuld ist:
Mexikaner essen immer nur lauwarm.
Also entweder halten sich alle anderen Mexikaner, bei denen ich ansonsten gegessen habe, nicht an diese Tradition und nur das El Sol ist würdig, einen echten Sombreroträger als Koch zu haben, oder da hat mir irgendjemand (und verflixt, ich weiss nicht mehr wer) einen Riesenbären aufgebunden. Zu meinen Göttinger Zeiten habe ich mehrfach da gegessen und es war immer lauwarm, die Theorie passte also perfekt.
Wenn ich bei Moe nun lese, dass die nun ihre Toilette videoüberwachen, dann … ja dann halte ich einfach den Mund und denke mir meinen Teil.
Die Halloween-Party bei Christiane fand mit einer Woche Verspätung statt. Ich Drösel habe natürlich mal wieder komplett verpennt vor dem eigentlichen Halloween-Wochenende in die City zu gehen und mir Schminke, Verkleidung etc. zu besorgen.
Dank kiel.suche und einem Tipp von Sönke bin ich letztlich bei Fantasyreich am Europaplatz gelandet. Das ist so ein Laden wo sich’s Rollenspieler, Karten-, Schwerte- und Zinnfigurensammler so richtig besorgen können. Also kein Laden, in den es mich regelmässig hinzieht. Aber genau dort habe ich die gesuchte Theaterschminke gefunden, und nicht nur das. Es gab nämlich auch gleich fertige Schminksets, die alle notwenigen Farben und evtl. dazugehörige Accessoires enthalten.
So mutierte ich dann Samstag abend zu Darth Maul. Booah, was dauert das Schminken lange. Ne dreiviertel Stunde war ich alleine zugange, Jan hat dann die gleiche Zeit noch weiter an mir gebastelt. Ausser der Gesichtsbemalung habe ich nichts weiter an Verkleidung hinzugefügt. Schwarzes Hemd, schwarze Hose, schwarze Schuhe und fertig.
Mit dem Ergebnis war ich selbst höchst zufrieden und fand es sehr gelungen. Auf der Party (bei der nur ein geringer Teil wirklich mottogerecht gekleidet war) wurde mir jedoch jäh die Show gestohlen, als drei der anwesenden Herren (Jan, Falko und … wer war der/die dritte? Ah! «Schnulli») transvestiert wurden. Fotos gibt’s hoffentlich später noch ein paar. Vorab schon mal eins von mir:

Das Foto ist übrigens nach der Party, morgens um halb fünf, entstanden. Die Farbe hielt wirklich bombig. Vor dem Schminken habe ich extra die Farbe am Handgelenk ausgetestet, ob ich sie vertrage (was zu erwarten war). In der Tat hatte ich keine Probleme. Dummerweise habe ich nur die schwarze Farbe ausprobiert – und genau die rote verursachte einen leichten Ausschlag.
Ein wenig Jedi bin ich also noch immer :)
Huch, und ich schreibe doch noch was zur US-Wahl (das tuen andere schon zu genüge, deshalb wollte ich es mir ersparen).
Auf Sorry Everybody entschuldigt sich ein Teil der 48% US-Bürger, denen nicht nur «Moral und Werte» ihres Präsidenten wichtig waren.
Update: Der Webserver ist unter der Last zusammengebrochen. Hier gibt einen Mirror, der weiterhin funktioniert [Danke IT&W]. Die industrietechnologischen Jungens weisen darauf hin, das es beim SpOn auch ein Interview mit den Machern gibt [nochmal Danke].

Jetzt aber schnell: nur noch bis zum 7.November laufen die Hörspieltage der ARD. Zehn Hörspiele kann man sich per Stream (MP3) anhören und abstimmen.
Leider sind die Webmaster der ARD etwas technikverliebt, die Kombination aus Flash, DHTML, Javascript und MP3-Streams verpackt in eine .lsc-Datei (was ist das?) übersteht nicht jeder.
Im dazugehörigen Forum (wo die Webmaster immer wieder freundlich den gleichen Brei erklären) wird aber Gästen geholfen. Was die Webmeister leider auch vergessen haben, ist eine Zeittafel, auf der man sieht, wann welcher Stream beginnt, also muss man bei jedem Hörspiel nachschauen (oder hört in jeden Stream mal rein).
Für iTunes-Benutzer habe ich die URLs der Streams in eine Wiedergabeliste gepackt und als XML exportiert (vielleicht kann das ja auch jemand anders lesen).
Abstimmen nicht vergessen (geht natürlich nur mit Flash)!
Seit geraumer Zeit nutze ich MacBiff, einem kleinen Mail-Checker für IMAP-Postfächer. Oft habe ich den Sinn solcher kleinen Programme nicht verstanden. Ob jetzt ein kleines Programm jede Viertelstunde meine Mails checkt oder ich gleich den Mail-Client anlasse – bei heutigen Rechnern und deren reichlich vorhandenen Recourcen spielt das doch eigentlich keine Rolle mehr.
Wenn jedoch das verwendete Mail-Programm (beim mir Mail.app) leider nur das Hauptpostfach nach neuen Nachrichten überprüft, die Unterordner jedoch links liegen lässt, hilft so ein kleines Tool ungemein. Gerade wenn man IMAP nutzt und den Server schon die Hauptarbeit des Einsortierens von Mails (z.B. von Mailinglisten) machen lässt, hat man auf einmal eine kaum mehr Mails in seiner Inbox und Mail.app bleibt dann einfach still. MacBiff (Biff gibt es schon länger unter Unix/Linux und ist auch in OS X schon dabei) macht das sehr elegant und pappt sich platzsparend in die Menüleiste.
Die neue Version 1.1.9 kann nun auch Meldungen an Growl weitergeben. Dass sieht sehr nett aus und schmeckt nach mehr:

Findet übrigens auch Tim (derzeit nicht erreichbar).
Growl ist ein «systemweites Mitteilungssystem» (der englische Begriff «global notification system» geht mir trotzdem besser durchs Ohr in’s Hirn). Es kann von verschiedenen Applikationen angesteuert werden und gibt Meldungen an den User weiter. Das kann zwar jedes Programm auch für sich, leider aber immer unterschiedlich. Mal hüpft nur ein Dock-Icon, mal piept ein Warnton, mal poppt ein Fenster auf. Mit Growl kann man das alles viel sauberer kanalisieren und vereinheitlichen. Drunkenblog hat ein lesenswertes Interview mit Christopher Forsythe, dem Programmierer von Growl geführt.
Aus der Manpage zu Biff:
HISTORY
The biff command appeared in 4.0BSD. It was named after the dog of Heidi Stettner. He died in August 1993, at 15.