Monats-Archiv für Dezember 2005

Boom, Bupp und Plopp

Mein Vater nannte es Comicsprache. Wahrscheinlich macht das jeder (vorrangig in der Pubertät) mal durch: zur Unterstützung der eigenen Rede nimmt man lautmalende Wörter zu Hilfe:

«Und dann kamm da so *wroooam* ein fettes Auto um die Ecke, *iiiietsch* bremste direkt vor mir, hupte *möööp* laut, der Motor noch so *tick-tick-tick* stieg der Fahrer aus, knallte die Tür *pamm* zu und kam mir *tap-tap-tap* entgegen und stieß *schepper* eine Mülltonne um.»

Weil mir in letzter Zeit auffiel, dass viele in meinem Umfeld (das ist jetzt nicht nur örtlich gemeint) immer wieder ein und dasselbe Wort benutzen (siehe unten), habe ich mich im Netz ein wenig auf die Suche gemacht.
Der Fachmann nennt es Onomatopoesie oder Lautmalerei. Es ist die Nachahmung von Naturlauten. Lustig ist dabei die unterschiedliche Art und Weise je nach Herkunftsland. Ein Hund wird z.B. in China mit «Wang Wang», im Englischen mit «Bow Wow» und in Schweden mit «Vov vov» nachgeahmt. Mehr gibt es bei Sound of the World’s Animals.
Beispiele:

  • Steve Jobs: *boom!*
  • André: *bupp!*
  • mein Chef: *zimk!”
  • Anina: *shoop*
  • Nele: *mooohp*

Von Silvia Sperling und Stephan Weiß gibt es sogar ein Seminarprojekt (2000) darüber: Comicsprache und wie ich dank Kristian Köhntopp erfahre, gibt es nun sogar den Erikativ, benannt nach Erika Fuchs, der diesjährig verstorbenen Disney-Übersetzerin:

Erikativ ist ein pseudowissenschaftlicher Neologismus zur Bezeichnung einer besonderen Kategorie von Text-Emoticons wie zum Beispiel *schulterzuck*. [..] Fachsprachlich ist die Bezeichnung Erikativ ungebräuchlich; es gibt aber keinen anderen Fachausdruck dafür.

Dann kann ich ja hier auch gleich mal anmerken, dass ich E-Mails, die zu grossen Teilen nur noch aus Erikativen und Emoticons bestehen, absolut gruselig finde.
*Mal-die-Meinung-gesagt-habend*


Feiner Pinkeln

An der Ampel vor mir stand heute ein LKW von Peter Jensen mit genau diesem Text (click aufs Bild für grössere Ansicht):
Feiner-Pinkeln
Muss mich als bekennender Sitzpinkler und Nicht-Verheirateter nicht kümmern, witzig fand ichs trotzdem.


Google Earth für den Mac

AppleInsider.com berichtet, dass seit Anfang Dezember eine Beta-Version von Google Earth durchs Netz geistert und zeigt auch einen Screenshot. Google Earth gibt es seit Juni für Windows, eine Mac-Version gab es bisher nicht, «but we are working on it» prangte die ganze Zeit aber schon auf der Seite und gab immerhin einen Hoffnungsschimmer.

Update: Ich hatte jetzt die Beta in den Fingern und habe genau die gleiche nette Zeitverbraterei wie die WIN-User im Sommer durchgemacht.


Schuhe binden

Weil Johnny von Spreeblick.com gerade über die Seite iwillknot.com (eine Knotensammlung mit Videos) berichtet, fällt mir wieder Ian Fieggen und seine Shoelace Site (shoelace = Schnürsenkel) ein.
Vor ein oder zwei Jahren bin ich per Zufall darauf gestossen und binde mir seitdem meine Schuhe mit dem Ian Knot. Geht schneller als meine alte Methode, hält und überhaupt, finde ich das superklasse, dass sich endlich mal jemand halb wissenschaftlich mit Schnürsenkeln befasst.
Beide Seiten sind leider auf Englisch und helfen somit dem Laien, der sich für den Palstek mit «Die Schlange muss um den Baum…» durchhangelt, nicht wirklich weiter. Aber dafür gibt es ja www.klabautermann.de/.., wikipedia und auch die Sendung mit der Maus weiß natürlich über Knoten zu berichten.


Es weihnachtet

Auch bei den Macfriends. Beim letzten Stammtisch in diesem Jahr gab es wieder leckere Applekekse (Dank an Thomas) und bei Kerzenschein und Schokotalern war es direkt gemütlich.

Kekse in Appleform


CAcert-Zertifikat im Nokia 770

Mit Nokia hat CAcert nun den ersten kommerziellen Anbieter gewinnen können, das Root-Zertifikat standardmässig einzubinden:
http://blog.cacert.org/2005/11/110.html