Wie ich heute erfahren habe, will Duske in zwei bis drei Wochen einen neuen Flipper im Subrosa aufstellen. Bitter nötig, der aktuelle ‘Medieval Madness‘ wird immer klappriger und unberechenbarer, da Kugeln hängen bleiben und sich nur noch durch einen Tilt lösen lassen.
Monats-Archiv für September 2005
Sascha Lobo schreibt als Gast bei IT&W ‘Eine Geschichte aus der New Economy: Strofeuer.de‘. In mitterweilen vier Teilen erzählt er seine eigene Geschichte aus der grossen Zeit des Dotcom-Booms 2000.
Seine herrliche reisserischer Schreibstil schreit am Ende eines jeden Teils nach “Mehr!”
Eine auf den eigenen Musikgeschmack maßgeschneiderte Radiostation. Ein Traum? Mit Podcasts kommt man diesem Traum evtl. näher (obwohl meine abonnierten Podcasts fast ausschliesslich Talkradio sind). Über Johnny bin ich auf Pandora gestossen.

Ein ‘Musik-Erkundungs-Service’ bei dem man nach Eingabe von Lieblingsbands und/oder -songs eine eigene Radiostation serviert bekommt. Man kann die einzelnen Songs bewerten und so eine Richtung vorgeben. Oder man fügt einfach weitere Interpreten hinzu. Das funktioniert erstaunlich gut. Eine Gruppe DJs haben in den letzten fünf Jahren 10.000 Songs nach ihrem Stil bewertet. Puh, wenn ich überlege, wie ich schon schwitze um meine Musik nach den passenden Genres zu unterteilen. Wer wissen will, warum genau jene Musik ausgewählt wurde, auch das gibt Pandora preis:

Der Service kostet 36 US-$ im Jahr, zehn Stunden kann man mit Pandora frei herumspielen und sich auch mehrere eigene Radiostationen erstellen. Auf Wunsch leitet einen Pandora auch gleich zu Amazon oder dem iTMS um die neue entdeckte Musik zu kaufen.
Pandora läuft via Flash im Browser und ist unverspielt genug um es zu ertragen. Mit Airfoil kann ich meine Mucke auch weiterhin über die Boxen an der Airport Express hören.
Für heute habe ich mir einen ganzen Hucken Hausarbeit aufgeladen. Angetrieben durch The Prodigy wusel also ich die Wohnung:
Vier Trommel Wäsche waschenAbwaschenStaubsaugenBad reinigenKüche wischenSchlafzimmer entrümpelnWohnzimmer entrümpelnAltpapier und -glas entsorgenEinkaufenFenster putzen- Bügeln
Alleine die Tatsache, dass niemand über Hausarbeit bloggt sondern sie einfach nebenbei erledigt, zeigt wie nötig es gerade ist. ‘Cleaning Woman’ stammt übrigens aus ‘Tote tragen keine Karos’ (Dead men don’t wear plaid). Björn kennt diesen Film tatsächlich nicht, das schreit geradezu nach einem DVD-Abend.
Eine Wahl bei der nur Gewinner herauskommen, ist das nicht toll. Egal wer da ans Mikrofon, zählt sich zu den Gewinnern. Was ist denn das für eine Realitätsverzerrung? Warum gibt’s diese Drogen nicht für das gesamte Volk?
Johnny hat auch schon sein Lieblingswort gefunden: Jamaikakoalition. Als Unwort möchte ich noch Leihstimme hinzufügen.
So, ich gehe jetzt ins Sub. Ich brauche ein ehrliches Bier und einen ehrlichen Flipper.
Während des InselT auf Neuwerk sind mir/uns zwei Vögel untergekommen, die ich nicht einordnen kann. Zum einen wohl ein Austernfischer (Danke, Kathrin):

Der zweite machte nach der Abenddämmerung einen Höllenlärm, so eine Art Fiepen. Erinnerte entfernt an ein Türquietschen. In Bremen habe ich ihn ebenfalls gehört. Zu sehen war natürlich nix, aber ich konnte ihn immerhin aufnehmen.
Mit einem persönlich gewidmetem Karmapunkt-Drittel von IT&W kann nix mehr schief gehen.

Weil Karmapunkte zusammengehören, von hier aus liebe Grüße an Rainersacht und Macsico.
Gestern abend kamen wir im Sub auf das Thema Kitesurfen. Da keiner von uns den Sport selbst ausübt, haben wir natürlich alle nur gesundes Halbwissen. Sven und ich wussten von einem fiesen Unfall einer Kite-Surferin. Schon eine Weile her und unsere Erinnerungen waren dann doch sehr unterschiedlich. Sven erinnerte sich an einen tödlichen Unfall einer weltbekannten Surferin, ich mich an einen Bericht in Stern-TV. Hier hat eine Surferin den Aufprall an eine Hauswand mit schweren Verletzungen überlebt. Uns verwirrte, was denn nun wirklich passiert ist.
Tatsächlich waren es zwei unterschiedliche Ereignisse.
2001 wird eine Frau in Cuxhaven am Strand gegen eine Hauswand geschleudert. Querschnittsgelähmt. Mehr Informationen als diese Notiz im Surfforum von Oase habe ich nicht dazu gefunden.
2002 stirbt Silke Gorldt an den Folgen eines tragischen Unfalls während der FD-Tour in Zingst. Ebenfalls im Surfforum kann man die faktische Darstellung eines Augenzeugen und die offizielle Pressemitteilung vom Veranstalter lesen.
So wie ich das verstehe, ist das Sicherheitskonzept heutiger Kitesurfer erheblich besser als 2001/2002, nicht zuletzt aufgrund der Unfälle. Völlig ungefährlich kann natürlich kaum ein Sport sein, erst recht kein so extremer wie Kitesurfen. Das Risiko muss jedoch abschätzbar sein. Ich denke, beim Kitesurfen ist das nach fachmännischer Einführung und Verwendung von erprobtem Material gegeben.
Do Androids Dream of Electric Sheep – Träumen Androiden von elekrischen Schafen.
Ein Roman von Philip Dick, auf dessen Basis der Film Blade Runner entstanden ist. Angeregt von diesem Thema entstand der Bildschirmschoner Electric Sheep. Zu sehen sind wilde Fraktale, farbige Nebelwolken und Formen, die fliessend ineinander übergehen. Der Hintergrund: diese Animationen werden rein von Rechnern erzeugt. Gemeinsam.

Der eigene Rechner verbindet sich dazu mit dem Sheepserver, holt sich dort eine Art genetischen Code ab, rechnet einen Frame und liefert diesen wiederum beim Server ab. Eine Animationssequenz dauert vier Sekunden und wird als MPEG-2 wieder geladen und auf der eigenen Platte gelagert. Jede Animation – auf der Webseite einfach nur sheep genannt – entwickelt sich weiter, es gibt also immer weitere Generationen. Einen solchen Familienbaum kann man sich hier anschauen. Absolut irre, ich bin hin und weg, hänge gebannt vor meinem schlafenden und träumenden Rechner.
Den Schoner gibt es für Windows, Mac OS X, FreeBSD und Linux. Beispielanimationen zum Blutlecken gibt’s auch. Man benötigt zwingend DSL oder ähnliche dickes und einen offenen Port 8090.
Mal wieder. Ich war in Trier. Und prompt hab ich mir wieder was eingefangen. Eine Grippe, einen Virus, eine Erkältung – was auch immer. Gleich am Tag nach der Rückfahrt fing das Kratzen im Hals an und endete in wüsten Schneuzen und wildem Rumgehuste. Dabei wollte ich den freigenommenen Donnerstag und Freitag doch eigentlich ganz anders nutzen. Auch die Party bei Julia habe ich so verpasst. Passend zum Wochenanfang bin ich wieder fit. Hmpf.
Irgendwas muss ich bei meinen zukünftigen Trier-Besuchen anders machen.
Das Krank-nach-Hause-Fahren-Spiel habe ich jetzt schon das dritte oder vierte mal gespielt.
Die iPod-Familie hat ein neues Mitglied: den iPod nano. Vom Gewicht und der Grösse wohl ziemlich nahe an einer Tafel Schokolade.
Damit hat man nun die Wahl zwischen
iPod shuffle (512MB oder 1GB, ohne Display),
iPod nano (2 oder 4 GB, mit Display)
iPod photo (20 oder 60 GB, mit Display)
Der iPod mini taucht bei Apples Modellauflistung seltsamerweise gar nicht mehr auf. Auch im Store ist er nicht mehr zu finden. Auf den üblichen Nachrichtentickern ist davon seltsamerweise nichts zu lesen.
Jetzt muss ich mir aber erstmal iTunes 5 ansehen. Playlisten in Ordner ist das, was ich bisher am meisten vermisst habe.
Was ist das eigentlich für eine Sucht? So wie auf dieser Zugfahrt ist mir das noch nie aufgefallen. Heute hat ausnahmslos jeder Notebook-User Solitaire gespielt. Wenn ich mich recht erinnere waren es vier oder fünf. Hätte ich dieses Phänomen gleich durchschaut, hätte eine nette Fotoserie daraus werden können. So habe ich nur den letzten Zocker erwischt.

Ob schniekes IBM Thinkpad, klobiges Gericom oder DELL, ob Nadelstreifenanzug (passend oder unpassend), lockeres Business-Outfit oder Turnschuhe – spielt alles keine Rolle: anscheinend ist es ein unbändiger Drang, die Karten zu sortieren, sobald ein Intel Inside oder WIN-Aufkleber auf der Gehäuse pappt.
Was mir auch aufgefallen ist: alle bedienen Touchpad und Maustaste beidhändig. Den Sound auszuschalten verdirbt anscheinend den Spielspaß.
Aussenseiter bin ich natürlich Gott-sei-Dank nicht. Auf dem PB habe ich zwar kein Solitaire (Apple liefert nur ein Schach- und ein Puzzlespiel mit und die Zockerzeiten sind bei mir eh irgendwie vorbei), aber der iPod kommt Solitaire-loaded daher. Ist ja schliesslich auch für PC-User gedacht.
Aktuelle Position: Bahnhof Bullay. Also noch ne knappe Stunde oder umgerechnet siebzehn Milchkannen.
Nein, es gibt keinen zwingenden Grund, bei einer Zugfahrt mit Tempo 100 Musik aus dem iTMS zu kaufen. Überhaupt nicht. Es ist völlig überflüssig. Unsinnig. Aber es geht und ich find’s geil :)

.. gefällt mir immer mehr. Vor allem mit Tims Anleitung zur Handy-Flatrate hat man auch voll die Ruhe in Sachen Internet-Zugang.

Ich bin auf dem Weg nach Trier und eigentlich mag ich Bahnfahren. Die Strecke zu meiner alten Heimat dauert zwar acht Stunden und mit dem Auto schafft man die 700 Kilometer in der Regel schneller – ist aber am Ende meist aber echt kaputt, gerade wenn man alleine fährt.
Bahnfahren kann dagegen echt entspannend sein. Heute war jedoch schon nach rund 15 Minuten Schluß, da sich kurz hinter Neumünster jemand vor den Zug geworfen hat. Schlimm und nervig ist dabei gar nicht mal die Tatsache, dass wir an die eineinhalb Stunden standen (immerhin im Bahnhof, so konnte man sich auch raus in die Sonne setzen). Richtig nervig sind eher die Mitreisenden, die selten Bahn fahren. Die trifft ein solcher Stopp geradezu mit hundertprozentiger Sicherheit. Zeter und Mordio am Handy, wenn die ganze Sippschaft angerufen wird und erzählt werden muss, wie unmöglich das alles ist, dass man jetzt hier schon seit über einer Stunde festhängt und als Entschädigung gerade mal ein Freigetränk erhält.
Mittlerweile wurde unser ICE, der mich eigentlich bis Koblenz bringen sollte, gestoppt und es geht in einem IC weiter. In Trier werde ich wohl etwa drei Stunden später ankommen. Aber hey, auch mit dem Auto habe ich schon mal elf Stunden gebraucht. Irgendwie sehe ich der Sache gelassen entgegen. Die Bahn kann schliesslich auch nix dafür, wenn sich jemand der seinem Leben ein Ende bereiten will, gerade eine Stelle aussucht, an der er damit den kompletten Verkehr stoppt. Wie wär’s mit einem Faltblatt für Vor-den-Zug-Springer, in dem gezeigt wird, wo sie den Verkehr am wenigsten aufhalten.
Auf komische Ideen kommt man, wenn man die Landschaft an sich vorbeirauschen sieht.